EcoVadis Silber: Wie SANHA durch Nachhaltigkeit den Unternehmenserfolg sichert

10.12.2025

Seit 1964 steht SANHA für innovative Rohrleitungssysteme. Die Produkte des Familienunternehmens finden in vielen Branchen Anwendung, unter anderem in der Haustechnik, der Kältetechnik, im Brandschutz und zahlreichen industriellen Anwendungen wie bei technischen Gasen. Dabei legt SANHA großen Wert auf Sicherheit und ökologische Verantwortung. Rund 70 Prozent der Produkte entstehen in eigenen Werken, was Qualität, kurze Wege und nachhaltige Fertigung garantiert. Seit dem Kapitalmarktdebüt 2013 begleitet das Team von iron SANHA als strategischer Berater für Investor Relations und Finanzkom-munikation.

Im Gespräch mit iron geben Anna Latos, Group Quality & Energy Manager, und Krystyna Irenkiewicz, HSE & ESG Manager bei SANHA, spannende Einblicke, wie sich wirtschaftlicher Erfolg und ESG-Verantwortung verbinden lassen.

SANHA

iron: ESG steht aktuell unter Druck – viele mittelständische Unternehmen treten auf die Bremse. Was sind die Gründe dafür, dass SANHA dem Thema dennoch konsequent Priorität einräumt?

Anna Latos: Für SANHA ist Nachhaltigkeit kein vorübergehender Trend, sondern eine langfristige Strategie, an der wir seit Jahren arbeiten, wie unsere Produkte und unsere nachhaltige Unternehmensführung zeigen. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass nur Unternehmen, die ökologische und soziale Verantwortung übernehmen, zukünftig wettbewerbsfähig sein werden. Wir betrachten ESG-Themen daher als Investition in die Widerstandsfähigkeit unseres Unternehmens, in die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Kunden sowie in nachhaltige Beziehungen und nicht als zusätzliche Kosten.

iron: 2024 wurde SANHA mit dem EcoVadis Silber-Rating ausgezeichnet. Welche konkreten Maßnahmen waren ausschlaggebend für diese Bewertung – und wie ist Nachhaltigkeit heute konkret in Produktion und Beschaffung verankert?

Krystyna Irenkiewicz: Wir haben jahrelang an dieser Bewertung gearbeitet, indem wir einen nachhaltigen Ansatz für ESG-Themen verfolgt und konkrete Projekte umgesetzt haben, darunter: Modernisierung von Anlagen, Senkung des Energieverbrauchs, Optimierung von Produktionsprozessen, strenge Kontrolle der Lieferkette sowie Einführung von ISO-Normen im Bereich Qualitäts- und Energiemanagement. Da wir uns der Veränderungen bewusst sind, die eine nachhaltige Entwicklung mit sich bringt, verfügen wir bereits heute über Umwelt-Deklarationen (EPDs) für unsere Produkte.

Außerdem lassen wir unser Umweltmanagement derzeit nach ISO 14001 zertifizieren. Seit der Gründung sind unsere Mitarbeitenden ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Dies spiegelt sich in der Förderung ihrer Entwicklung durch Schulungen, der Gewährleistung von Chancengleichheit und der Teamintegration wider sowie in einem etablierten integrierten Managementsystem, das den Arbeits- und Gesundheitsschutz gemäß ISO 45001 abdeckt – aktuell noch ohne Zertifizierung.

Dies ist ein Beweis dafür, dass die nachhaltige Entwicklung bei SANHA alle Bereiche durchdringt, angefangen beim Einkauf über die Produktion bis hin zur Kundenbetreuung und zum Produktmanagement.

iron: Wo erleben Sie den Nutzen des EcoVadis Ratings ganz konkret – etwa bei Kunden, Ausschreibungen oder im internationalen Geschäft? Welche Türen hat Ihnen das Silber-Rating geöffnet?

Anna Latos: Die Silber-Bewertung von EcoVadis spiegelt unsere Aktivitäten im Bereich ESG wider und hat uns neue Möglichkeiten eröffnet, indem sie Perspektiven für die Entwicklung nicht nur in Europa, sondern auch auf den Weltmärkten geschaffen hat. Heute ist sie ein wichtiger Punkt der Zusammenarbeit bei Ausschreibungen, Gesprächen mit Kunden, Lieferanten und auch Bankinstituten. Für die derzeitigen sowie die potenziellen Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner stellt dies einen objektiven Beleg dafür dar, dass die Firma nicht nur über ESG redet, sondern auch tatsächlich handelt.

Aktuell halten wir die Auszeichnung EcoVadis Silber und durchlaufen die nächste Bewertung – mit dem Ziel, Gold zu erreichen.

iron: Nach welchen Standards misst SANHA den eigenen ESG-Fortschritt – und welche Ziele haben Sie sich bis 2030 gesetzt?

Krystyna Irenkiewicz: Unsere Aktivitäten werden gemäß anerkannter internationaler Standards wie ISO 9001, ISO 50001, ISO 14001, ISO 45001 sowie den Richtlinien des GHG-Protokolls zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks überwacht. Derzeit bereitet SANHA die Veröffentlichung seines ersten ESG-Berichts vor, der gemäß den Richtlinien der ESRS-Standards erstellt wird. Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 eine Reduktion unserer CO2-Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2019 von nahezu 30 % zu erreichen. Unser Unternehmen investiert kontinuierlich in die Steigerung der Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien. Zudem verwenden wir recycelte Werkstoffe, unterziehen unsere Lieferanten einer umfassenden Überprüfung hinsichtlich der ESG-Kriterien und fördern die Sicherheitskultur sowie die berufliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Die Implementierung eines digitalen Berichts- und Kontrollsystems hat eine optimierte Verwaltung von Energie, Bearbeitungsmaterialien und Produktion ermöglicht. Diese Maßnahmen tragen zur Reduzierung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen und der Entstehung unnötiger CO2-Emissionen bei.

iron: Wir bedanken uns bei Ihnen für die ausführlichen Einblicke im Interview.

Steven Rohles
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Steven Rohles

Steven Rohles

Senior Berater für Nachhaltigkeitskommunikation & ESG

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